Der Gesetzgeber hat genau festgelegt, wann eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Pflegebedürftig ist demnach, wer körperliche Belastungen oder auch Beeinträchtigungen in der Wahrnehmung oder im Denken, psychische oder gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht selbstständig ausgleichen kann. Die Einschränkungen, so hat es der Gesetzgeber festgelegt, müssen dauerhaft, voraussichtlich für wenigstens 6 Monate bestehen. Bei der Überprüfung, ob jemand nach dieser gesetzlichen Definition pflegebedürftig ist, orientiert sich der Gutachter des Medizinischen Dienstes an den noch vorhandenen Fähigkeiten der Menschen und dem Grad der Selbstständigkeit. Um diesen zu erfassen, gibt es 5 Pflegegrade. Die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade erfolgt anhand eines Punktesystems. Der Gutachter vergibt in insgesamt 6 Modulen Punkte entsprechend der noch vorhandenen Fähigkeiten und dem Grad der Selbstständigkeit.

Beträgt die Gesamtpunktzahl 12,5 Punkte oder mehr, liegt eine Pflegebedürftigkeit vor.