Pflegebedürftige Eltern - was zahlen Kinder?

Falls Sie pflegebedürftige Eltern haben, die für die Finanzierung ihrer Versorgung Sozialhilfeleistungen beantragt haben, müssen Sie unter bestimmten Umständen die Ausgaben des Sozialamtes für Ihre Eltern anteilig erstatten.

Wenn das Sozialamt Anspruch auf finanzielle Leistungen von Ihnen erhebt, bekommen Sie einen mehrseitigen Fragebogen, anhand dessen das Sozialamt prüft, ob und wieviel Sie zahlen müssen. Füllen Sie diesen Fragebogen aufmerksam aus und holen Sie sich im Zweifelsfall Unterstützung von einem Anwalt oder einer Beratungsstelle.

Wieviel der Kosten Sie übernehmen müssen, ist ganz individuell und hängt von Ihrem Einkommen, Vermögen und den individuellen familiären Verhältnissen ab.

Durch die Unterhaltszahlung an Ihre Eltern dürfen Ihnen aber keinesfalls finanzielle Nachteile entstehen. Daher gibt es ein sogenanntes Schonvermögen. Kindern, Ehegatten und sonstigen Verwandten ersten Grades wird ein Freibetrag gewährt. Falls Ihre Einkünfte diesen Freibetrag übersteigen, kann das Sozialamt von Ihnen fordern, alles darüber hinaus gehende zur Hälfte für Ihren pflegebedürftigen Angehörigen freizugeben. Bestimmte Einnahmen, zum Beispiel Altersvorsorgen und Einnahmen durch Unterhaltspflichten für die eigenen Kinder, werden aber in diesen Freibetrag nicht eingerechnet.

Sie müssen nicht alles allein stemmen. Hat Ihr pflegebedürftiger Angehöriger mehrere Verwandte ersten Grades, teilt das Sozialamt den Betrag zur Deckung der Pflegekosten anteilig auf alle auf.