Viele Pflegeheime bieten auch Kurzzeitpflege für Pflegebedürftige an, die nur übergangsweise auf die vollstationäre Versorgung angewiesen sind. Die Kosten für die Kurzzeitpflege im Heim übernimmt die Pflegeversicherung bis zu einem Maximalbetrag von 1.612 Euro pro Kalenderjahr und für bis zu acht Wochen jährlich. Anders als bei der dauerhaften Versorgung unterscheidet die Pflegeversicherung in der Höhe der Kurzzeitpflege nicht nach Pflegestufe. Wenn Sie bereits Pflegegeld erhalten, bekommen Sie dieses unter bestimmten Voraussetzungen auch während der Kurzzeitpflege für bis zu acht Wochen pro Jahr zur Hälfte weiter ausgezahlt. 

Der vollständige Betrag der Verhinderungspflege kann für die Kurzzeitpflege übertragen werden. Insgesamt stehen dann 3.224 € und bis zu 14 Wochen (98 Tage) Ersatzpflege im Kalenderjahr zur Verfügung.

Sie können Ihren Angehörigen auch in einer Rehabilitationseinrichtung vorübergehend versorgen lassen, in der Sie selbst als Pflegender zu einer Rehabilitationsmaßnahme untergebracht sind. Eine Zulassung dieser Einrichtung zur pflegerischen Versorgung nach dem Sozialgesetzbuch XI ist nicht notwendig. 

Ausnahmen gibt es auch für die Kurzzeitpflege von pflegebedürftigen Menschen mit Behinderung. Da klassische Pflegeheime oftmals nicht für deren besonderen Bedürfnisse geeignet sind, können Sie z. B. Ihr pflegebedürftiges Kind auch in einer anderen, besser geeigneten Einrichtung unterbringen. Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrer Pflegeversicherung über die Einzelheiten.