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Begutachtungstermine in Zeiten der Pandemie – Was gibt’s Neues?

Nach den pandemiebedingten digitalen Begutachtungsterminen der letzten Monate, werden diese von MEDICPROOF jetzt auch wieder vor Ort durchgeführt.

Wer Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten möchte, benötigt eine Begutachtung. Gutachter*innen ermitteln nach der Antragstellung während des Erstgutachtens anhand standardisierter Fragen die Stärke der verschiedenen Beeinträchtigungen in sechs verschiedenen Modulen. Daraus folgend lässt sich die Einstufung in einen möglichen Pflegegrad vornehmen, an dessen Vorliegen unterschiedlich hohe Leistungen der Pflegeversicherung geknüpft sind. Ist der Betroffene privat versichert, wird das Begutachtungsverfahren durch Gutachter*innen von MEDICPROOF durchgeführt, dem medizinischen Dienst des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.

Während der Pandemie und in Zeiten des strengen Lockdowns konnten diese Begutachtungstermine seit dem Frühjahr 2020 aufgrund der notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen, mit kurzen Unterbrechungen, nur kaum vor Ort stattfinden. Um die Kontaktbeschränkungen flächendeckend einzuhalten, wurde stattdessen digital, bzw. telefonisch begutachtet. Das bedeutete, das Gutachten wurde mittels der vorliegenden Unterlagen und der telefonischen Angaben der zu begutachtenden Person (und eventuell Angehöriger) ergänzt und erstellt.

Elvira Boos-Ziesner ist für MEDICPRROF seit rund sieben Jahren als Gutachterin in Rheinland-Pfalz tätig und seit kurzer Zeit wieder bei Klient*innen vor Ort im Einsatz. Dafür hat MEDICPROOF die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen: „Die Begutachtung vor Ort ist in meinem Einsatzgebiet wieder möglich, sofern der Inzidenzwert konstant mehr als 14 Tage unter 50 lag und sofern keine weiteren Ausschlusskriterien wie bestimmte Vorerkrankungen vorliegen. Zur Überprüfung gebe ich die Postleitzahl des*der Versicherten in eine sogenannte Inzidenzliste ein und erkenne per Ampelsystem, ob eine Begutachtung per Hausbesuch möglich ist oder noch nicht.“

Seit rund sieben Jahren für MEDICPROOF als Gutachterin in Rheinland-Pfalz im Einsatz: Elvira Boos-Ziesner

Bedenken, Klient*innen wieder vor Ort zu begutachten, hat Elvira Boos-Ziesner nicht, zumal die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) beiderseits weiterhin befolgt werden müssen. Dennoch ist sie froh über den direkten Kontakt mit den Klient*innen: „Viele der aufzusuchenden Menschen sowie ihre Pflegeperson*en sind bereits zweimal geimpft und durch die Einhaltung der bekannten AHA-Regeln fühle ich mich sicher.“ Elvira Boos-Ziesner freut sich aber auch aus praktische Gründen über die Wiederaufnahme der aufsuchenden Begutachtungstermine: „Begutachtungen vor Ort sind mir lieber, da eine direkte Inaugenscheinnahme aus meiner Sicht ein genaueres Bild des personellen Hilfebedarfs abbildet und auch eventuell erforderliche Wohnraumanpassungen besser erkannt werden können.“

Dennoch wird auch die digitale Begutachtung durch MEDICPROOF weiter eine Option für sie sein, z.B. „bei Versicherten mit einer Adresse in Städten, in denen der Inzidenzwert noch nicht lange genug stabil ist, d.h. noch keine 14 Tage unter 50 gelegen hat, und daneben werden Begutachtungen bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, z.B. bei fortgeschrittener COPD mit Heimsauerstoff-Therapie, Versicherte nach einer Organtransplantation oder während einer laufenden Chemotherapie, vorerst weiterhin digital durchgeführt – außer die*der Versicherte wünscht explizit eine Begutachtung per Hausbesuch.“

Wer weitere aktuelle Fragen hat, kann sich auf der MEDICPROOF-Webseite über alle Möglichkeiten zur Begutachtung informieren. Alle wichtigen Infos zur Antragstellung und zur Vorbereitung auf das Begutachtungsverfahren beantworten wir Ihnen auch hier. Wir empfehlen Ihnen, frühzeitig eine Pflegeberatung in Anspruch nehmen. So sind Sie auf die Begutachtung und die folgenden Schritte gut vorbereitet. compass-Pflegeberater*innen erreichen Sie telefonisch über die kostenfreie Servicenummer 0800 101 88 00.

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