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Verbunden bleiben

Räumliche Distanz zwischen Familienmitgliedern kann eine Herausforderung sein, besonders wenn Angehörige pflegebedürftig sind. Einsamkeit droht, wenn geliebte Menschen nicht in unmittelbarer Umgebung leben. Regelmäßiger Austausch kann helfen und das Gefühl der Verbunden- und Geborgenheit stärken.

Ein älteres Paar bei einer Videokonferenz mit einer jüngeren Frau.
Digitaler Austausch kann Distanzen überbrücken und das Verbundenheitsgefühl stärken.

Sind Familienmitglieder räumlich durch eine größere Distanz getrennt, kann dies eine Herausforderung in Pflegesituationen darstellen. Besonders spürbar wird die Trennung in Zeiten, in denen der Fokus auf dem Miteinander, auf gemeinsam verbrachter Zeit und liebgewonnenen Ritualen liegt, die man mit der Familie, Freund*innen oder nahestehenden Menschen ausübt. Während Kommunikation grundsätzlich sehr wichtig ist, um Pflegeversorgungen aus der Distanz zu organisieren und dauerhaft sicherzustellen, ist der Austausch miteinander auch hilfreich, um gegen ein möglicherweise aufkommendes Einsamkeitsgefühl zu wirken.

Gemeinsames nebeneinander werkeln

Wer in vergangenen Jahren zusammen gekocht hat oder gerne gemeinsam kreativ wurde, muss darauf nicht unbedingt verzichten. Digitale Tools machen es längst möglich, dass zwei oder mehr Personen sich per Videotelefonie zusammenwählen und nebeneinander werkeln können, während sich alle in ihren jeweils eigenen Räumlichkeiten befinden. Vorab können beispielsweise Bastelbedarfe oder Zutaten für bestimmte Rezepte postalisch geteilt werden, sodass alle die benötigten Utensilien zur Hand haben. Im Videogespräch kann nun jede*r selbst aktiv werden, während man sich austauscht. Vielleicht gibt es Tipps, die man sich noch mal zuwerfen möchte oder man freut sich gemeinsam über die Ergebnisse und den Weg dahin. Im Anschluss können die Ergebnisse auch postalisch untereinander ausgetauscht werden. Ist es einer Person nicht möglich, selbst aktiv zu werden, ist es vielleicht trotzdem schön, dabei zu sein, die Liebsten zu sehen und einfach Geschichten zu erzählen. Denn diese Tätigkeiten können auch Erinnerungen hervorrufen.

Zusammen in Erinnerungen schwelgen

Während Erinnerungen gerne immer mal wieder, teilweise willkürlich, durch Köpfe schießen, können sie auch ganz bewusst angesprochen werden. Fotos aus der Kindheit, Geschichten oder Gedichte, bestimmte Gerichte, die gemeinsam gekocht wurden oder auch Tonträger zum Abspielen von vertrauten Musikstücken können Auslöser sein und zum gemeinsamen Erinnern einladen. Das miteinander Sprechen und Nachhören, welche Bilder und Erinnerungen in den Herzen und Köpfen pflegebedürftiger Angehöriger Gestalt annehmen, darauf eingehen und so gemeinsam in Erinnerungen schwelgen, kann die Verbundenheit miteinander stärken und dabei helfen, sich weniger allein zu fühlen.

Probieren Sie es doch einmal aus.

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