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Pflegeberatung hilft pflegenden Kinder und ihren Familien

Statistisch betrachtet, pflegen etwa zwei Kinder pro Schulklasse ein Familienmitglied. Anlässlich des heutigen internationalen Kindertages möchten wir darauf aufmerksam machen, wie Pflegeberatung pflegende Kinder und ihre Familien bei der Versorgung des pflegebedürftigen Familienmitglieds unterstützen kann.

Rund 479.000 pflegende Kinder und Jugendliche leben in Deutschland. Erhoben hat diese Zahl die Universität Witten-Herdecke im Rahmen der Studie „Die Situation von Kindern und Jugendlichen als pflegende Angehörige“, die die Hochschule im Juli 2018 im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums veröffentlicht hat.

Die Aufgaben pflegender Kinder sind individuell und vielfältig

Was genau die betroffenen Kinder und Jugendlichen in einer Pflegesituation übernehmen, ist sehr individuell und hängt oft davon ab, wie schwer die Erkrankung des Familienmitglieds ist. Neben klassischen Pflegetätigkeiten wie beispielsweise der Durchführung und Begleitung zu Therapien, Hilfe bei der Körperpflege oder dem Anreichen von Medikamenten gehören auch Dinge wie die Unterstützung im Alltag zum Beispiel beim Aufräumen oder Einkaufen dazu. Einige Kinder leisten außerdem emotionale Unterstützung für die pflegebedürftige Person, managen das Familienleben oder leisten im Notfall erste Hilfe.

Wenn Sie sich und ihre Familie wiederkennen, können Sie Pflegeberatung in Anspruch nehmen. Pflegeberatung unterstützt Sie dabei die anfallenden Aufgaben so zu verteilen, dass die Bedarfe und Bedürfnisse aller Familienmitglieder berücksichtigt werden können. Pflegeberatung ist für Sie kostenfrei, denn jede Person hat einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung.

Konkret können die Pflegeexpertinnen und –experten Sie, Ihre Kindern und das pflegebedürftigen Familienmitglied bei der Organisation der Pflege unterstützen und Ihnen in diesen Gesprächen Möglichkeiten zur Entlastung aufzeigen. Außerdem kennen sie die Leistungen, die pflegebedürftigen Menschen zur Verfügung stehen genau und können Wege aufzeigen, wie Unterstützungsangebote innerhalb der Familie eingebunden und finanziert werden können.