Wir haben die Nutzerinnen und Nutzer von pflegeberatung.de gefragt, wie es ihnen mit der Pflege eines Angehörigen geht. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unterstützung brauchen.
„Durch die Pflege hat die Zufriedenheit mit meinem Leben gelitten.“ 48% der Befragten stimmen dieser Aussage vollkommen zu, nur 10% verneinen sie gänzlich. Dies ist das Ergebnis unserer Umfrage auf www.pflegeberatung.de.
Dreiviertel der Befragten fühlen sich körperlich erschöpft. 90% empfinden ihre Gesundheit als durch die Pflege angegriffen. Die Umfrage zeigt auch, dass Angehörige sich meistens für die Pflege selbst aufopfern. 49% der Befragten kostet die Pflege viel von ihrer eigenen Kraft, weitere 25% stimmen der Aussage überwiegend zu. Nur 20% der Betroffenen haben das Empfinden, ihren Lebensstandard auch als Pflegeperson halten zu können. Mehr als 50% der Befragten machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Die enorme Belastung der Pflegenden besteht nicht nur durch die unmittelbare Betreuung, sondern auch als Manager aller Betreuungsleistungen durch Dritte.
Anzeichen von Überlastung können sich dann in gesundheitlichen Problemen äußern. Deswegen sollten gerade Pflegende auf ihre eigene Gesundheit achten und spätestens beim Gefühl von Überforderung ärztlichen Rat suchen, eine Pflegeberatung in Anspruch nehmen oder sich mit einer Vertrauensperson austauschen.
Jede Pflegesituation ist eine Herausforderung für die Betroffenen: für die hilfebedürftige Person ebenso wie für die unterstützenden Angehörigen. Um langfristig eine tragfähige Lösung für alle zu finden, sollten Pflegende auch gut für sich selber sorgen. Selbstfürsorge, die Organisation von Hilfe und Unterstützung und eine vorausschauende Planung erhalten langfristig die mentale und körperliche Kraft, die für die Pflege benötigt wird.