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Die Nachrichtenlage und Demenz

Kriegssituationen sind nach wie vor ein bestimmendes Thema in den Medien. Dies kann Folgen für Menschen mit Demenz haben.

Für Menschen, die in den 1920er, 30er und 40er Jahren geboren sind, sind Kriegserfahrungen Teil ihrer Biografie. Für viele sind traumatische Erlebnisse mit diesen Erfahrungen verknüpft. Menschen dieser Altersgruppen, die an Demenz erkrankt sind, können mitunter ausgeprägte Ängste und Unruhe aufgrund der Berichterstattung aus Kriegsgebieten erleben.

Besonders durch den Krieg in der Ukraine und die Angriffe zwischen den USA und dem Iran begegnen uns in den Medien außergewöhnlich viele Bilder von Krieg, die den Bildern aus dem zweiten Weltkrieg ähneln.

Was kann bei demenziell Erkrankten im Umgang mit Kriegsbildern hilfreich sein?

Das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz NRW hat bereits 2022 einige Hinweise zum Umgang mit der Nachrichtenlage herausgegeben, um Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen in dieser Situation zu unterstützen. Aufgrund der bleibenden Aktualität fassen wir hier für Sie zusammen:

  • Bieten Sie Kontinuität und Sicherheit durch gemeinsame Rituale.

  • Stärken Sie die Selbstwirksamkeit, dies kann häufig auch symbolisch geschehen, wie durch das Anzünden einer Kerze für die Kriegsbetroffenen.

  • Schützen Sie Menschen mit Demenz vor Dauerberieselung mit Kriegsbildern.

  • Akzeptieren Sie das Erleben von Menschen mit Demenz und reden Sie Ihnen die Gefühle von Angst und Schrecken nicht aus.

  • Betonen Sie Ihr Verständnis für das Empfinden des Menschen mit Demenz.

  • Spenden Sie Trost und machen Sie deutlich, dass Sie für die Person mit Demenz da sind und sie nicht mit ihrer Angst allein lassen.

  • Fragen Sie nach Gefühlen und sprechen Sie an, welche Gefühle das Erzählte auch bei Ihnen auslöst. Das Sprechen über Gefühle kann dazu führen, dass die erlebte Not kleiner wird.

  • Achten Sie Ihre eigenen Grenzen und versuchen Sie Verständnis zu zeigen.

Ein älterer Mann mit einem Gehstock in beiden Händen sitzt auf einer Couch. Eine ältere Frau kniet neben ihm. Ihre rechte Hand liegt auf seiner Wange, ihre linke Hand liegt auf seiner Schulter. Sie schaut ihn an.
Kriegssituationen können zur zusätzlichen Belastung von Demenzerkrankten beitragen.

Nehmen Sie Unterstützung in Anspruch

Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die Situation es erfordert. Sie können sich mit Ihren Fragen auch jederzeit an eine Pflegeberatung wenden. 

Weitere Informationen zur speziellen Pflegesituation mit demenziell Erkrankten finden Sie auch auf unserer Übersichtsseite.