
Das Herz sorgt dafür, dass das Blut durch den Körper fließt. Daher ist ein gesundes Herz für den Körper sehr wichtig. Wir schauen auf das Thema Herzgesundheit im Kontext einer Pflegesituation: Welche Unterstützung können Pflegende für ihre pflegebedürftigen Angehörigen oder Freund*innen leisten, damit ihre Herzen möglichst entspannt schlagen? Und wie können Pflegende auch sich selbst und ihre eigenen Herzen schützen?
Herzgesundheit im Pflegealltag
Herzprobleme bei Pflegebedürftigen, insbesondere bei Senior*innen, sind alles andere als eine Seltenheit. So bilden die über 65-Jährigen die größte Gruppe der Herzpatient*innen (Quelle: Deutscher Herzbericht – Update 2025). Dabei können sich Herzprobleme mit unterschiedlichen Symptomen bemerkbar machen: Atemnot, sowohl bei körperlicher Belastung als auch in Ruhepausen, Wasseransammlungen in einzelnen Körperteilen wie beispielsweise den Beinen, häufige Müdigkeit, aber auch Herzstolpern oder Herzrasen. Die häufigste Form ist eine Herzinsuffizienz, eine Herzschwäche, bei der das Herz den Körper nicht mehr mit ausreichend Blut versorgen kann.
Herzliche Unterstützung durch Pflegende
Pflegende An- und Zugehörige können ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder oder Freund*innen auf vielfältige Weise unterstützen und dabei helfen, auf die Herzen zu achten. So können sie Unterstützung anbieten, wo Unterstützung benötigt wird, um Überlastung zu vermeiden. Dabei sollte möglichst auch das Ziel der Förderung der Selbstständigkeit nicht aus den Augen verloren werden. Also unterstützen, wo Unterstützung nötig ist, stärken und Sicherheit geben, wo eigene Aktivitäten und Tätigkeiten durch Pflegebedürftige möglich sind.
Außerdem können pflegende Angehörige dazu beitragen, Bewegung im Alltag zu integrieren. Dies können, je nach Mobilität der pflegebedürftigen Person, Spaziergänge durch die Natur oder Gänge durch das eigene Zuhause sein, jeweils nach Bedarf gespickt mit Verschnaufpausen. Auch eine angepasste Ernährung können Angehörige beachten, ebenso wie die Einnahme von Herzmedikamenten, die nach ärztlichem Rat eingenommen werden sollten.
Glückliche Herzen durch Prävention
Pflegende sollten aber auch sich selbst nicht vernachlässigen und sich wo möglich auch etwas Gutes tun. Stress ist ein Zustand, der dem Herz auf Dauer nicht guttut und einige Erkrankungen provozieren kann. Daher sollten Pflegende diesem und Überlastung vorbeugen, sich Pausen gönnen und nach Möglichkeit Entlastungsangebote nutzen. Auch sie sollten in Bewegung bleiben, auf gesunde Ernährung achten und in geeigneten Momenten Körper und Geist entspannen.
Damit Pflegebedürftige auch dann gut versorgt sind, wenn ihre Pflegeperson eine Auszeit nimmt, können verschiedene Angebote über die Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden. Möchten Sie sich über Ihre Möglichkeiten informieren, dann nehmen Sie gerne eine Pflegeberatung in Anspruch. Ihr*e Pflegeberater*in schaut mit Ihnen auf Ihre individuelle Situation und beantwortet ihre Fragen, sodass Sie gut informiert sind und dass sich sowohl Pflegebedürftige als auch Pflegende in der Pflegesituation wohlfühlen.
Keine Audio-Datei angegeben!